Viele MSPs starten mit Break-Fix, also als die Person die am Ende der Leitung sitzt, wenn etwas schief geht und ein IT Spezialist das Problem lösen muss. Aber wenn Ihr Unternehmen wächst, ist diese Herangehensweise nicht der beste Weg um erfolgreich zu sein. Wenn Sie den Wandel vom Break-Fixer zum MSP vornehmen möchten, finden Sie hier den ultimativen Guide um diesen Wandel in die Tat umzusetzen.

 

Warum sollte ich mich zum MSP weiterentwickeln wollen?

 

Wenn Sie noch nicht sicher sind, welche Vorteile es hat ein MSP anstatt ein Ad-Hoc Problemlöser zu sein, dann lassen Sie es uns erklären. In einem Break-Fix Modell sind Sie rein reaktiv. Wenn etwas kaputt geht werden Sie angerufen und sollen das Problem lösen. Sie haben keine Möglichkeit voraus zu planen, wie viel Arbeit Sie in einem Monat haben werden und keine Übersicht oder Kontrolle über die Infrastruktur und Technologie Ihrer Kunden. Zum Beispiel könnten Kunden ausschließlich veraltete Software verwenden oder schlecht verwaltete Hardware und wahrscheinlich wissen Sie nicht einmal darüber Bescheid. Auf Kundenseite ist das ebenfalls nicht gut. Sie haben keine Vorhersehbarkeit über die monatlichen IT Kosten und können den Wert Ihrer Expertise nicht richtig einschätzen, den Sie an den Tisch bringen, wenn Sie proaktive Entscheidungen für die IT Umgebungen Ihrer Kunden machen können. Wann auch immer etwas kaputt geht, sind Sie im Krisenmodus, während der Kunde kein Geschäft macht und womöglich in Panik verfällt. Das Potenzial für eine großartige Zusammenarbeit ist verschwendet.

 

Mit einer MSP Herangehensweise jedoch, zahlt der Kunde jeden Monat eine gewisse Menge Geld, was viel Transparenz in das Geschäft bringt und sie können ganz einfach das Geld im Vorhinein budgetieren. Die Beziehung zum Kunden startet mit einem Deep Dive in die gesamte Infrastruktur, von Hardware über Software, Drittanbietern und mehr. Gleichzeitig vereinbaren Sie Rahmenbedingungen und Verträge die für beide Parteien zufriedenstellend sind. Davon ausgehend können Sie nun proaktiv statt reaktiv arbeiten. Das heißt, Sie lösen Probleme bevor sie entstehen und ersparen Ihren Kunden, wegen Problemen anrufen zu müssen. Das geht einher mit einer massiven Reduktion von Krisenfällen, Sie werden als wertvoller Berater wahrgenommen und sind nicht länger derjenige, der Probleme löst, wenn alles schon lichterloh in Flammen steht.

 

Wir haben es geschafft! Sie sind überzeugt! Wenn Sie nun bereit sind diese Veränderung vorzunehmen, haben wir hier die Anleitung, wie das am besten gelingt, indem wir die wesentlichen drei Teilbereiche betrachten: die Menschen, die Technologie und die Prozesse.

 

Bedenken Sie aktuelle und künftige Kunden

 

Mit neuen Kunden können Sie direkt zum MSP Modell wechseln, indem Sie viele Best Practices einsetzen, die wir später erläutern. Allerdings wird es schwieriger sein, Ihre aktuellen Kunden von dieser Veränderung zu überzeugen. Sie sind es bereits gewohnt viel Kontrolle über ihre IT Umgebung zu haben, inklusive Entscheidungen darüber, was gekauft wird, wann um Hilfe gebeten wird und die Art von Fixes die sie haben möchten. Die Übergabe dieser ganzen Kontrolle an Sie als MSP kann eine riesige Veränderung sein.

 

Ein praktischer Schritt dafür ist die Kunden langsam heranzuführen. Beispielsweise indem Sie fixe Service Zeiten anbieten, für die im Vorhinein bezahlt wird, oder spezielle Services, die Sie verwalten, bevor Sie nach und nach alles verwalten dürfen. Sagen wir, Sie präsentieren die Idee, die Cybersicherheit zu übernehmen. Die meisten Kunden werden verstehen, dass es ein Abonnement Modell für Sicherheit geben kann und es ist auch einfach zu beweisen, welchen Wert Sie bieten, indem Sie Berichte erstellen, welche Malware Sie abgewehrt haben, oder die Websicherheit die Sie erreicht haben. Mit Zeitblöcken können Sie Ihre Kunden ermutigen für beispielsweise 10 Stunden zu bezahlen, und geben ihnen eine Liste von Beratungen und Support den sie von Ihnen erhalten können, selbst wenn gerade kein akutes Problem die Arbeit erschwert.

 

Egal wie Sie es anstellen, bereiten Sie diese Gespräche sehr gut vor und erläutern Sie vor allem die Vorteile, die Sie an den Tisch bringen. Sie erhalten besseren Support, proaktive Problemlösungen, den Mehrwert Ihrer Expertise, regelmäßige und planbare Kosten. Sie erinnern sich: Vielleicht möchten sie beim Break-Fix Modell bleiben, insbesondere wenn Sie einige dieser wertvollen Services bereits im Break-Fix Modell mit angeboten haben, ein Fehler den viele MSPs zu Beginn machen. Sie erinnern sich auch, dass nicht alle Kunden gute Kunden sind und manchmal muss man sich von einem Kunden trennen um voran gehen zu können.

 

Organisieren Sie Ihren Tech Stack

 

Um ein MSP zu werden brauchen Sie die richtige Technologie um Ihren Kunden bestmöglich dienen zu können. Denken Sie an die Netzwerk Infrastruktur und Software. Bezogen auf die Hardware denken Sie unbedingt an Firewalls, Networking wie WAPs, Switches und Server. Sie entscheiden sich vielleicht auch, MSP Services als Cloud Service anzubieten, insbesondere wenn Sie kleinere Unternehmen als Kunden gewinnen wollen.

 

An Software brauchen Sie auf jeden Fall eine Remote Monitoring und Management (RMM) Software, die Ihnen gestattet proaktiv auf die gesamte Umgebung einen Blick zu haben. Die besten Lösungen bieten außerdem weitere Software Komponenten wie Professional Services Automation (PSA) an, die Ihr Helpdesk und Ihre Ticketing Lösung ist, inklusive einer Buchhaltungsintegration um die Rechnungslegung zu erleichtern, Sicherheit, Backups, Remote-Zugriff und selbst Dokumentations- und Garantie Support. Sie erinnern sich, wenn Sie klar wissen, was Sie das kosten wird, können Sie diese Ersparnis direkt an den Kunden weitergeben, anstatt sich mit komplizierten Verrechnungsprozessen am Ende des Monats zu quälen.

 

Denken Sie an die operationale Seite

 

Technologie ist wichtig, aber vergessen Sie nicht die operationale Seite. Als Break-Fix Unternehmen haben Sie vielleicht einen starken technischen Hintergrund ohne viel Erfahrung in Marketing und Verkauf oder Unternehmensentwicklung. In diesem Fall wird es viel schwieriger ein erfolgreicher MSP zu werden.

 

Starten Sie damit, die Prozesse in Ordnung zu bekommen. Wie werden neue Kunden mit an Bord genommen, wie sieht ein Standard-Vertrag oder Standard SLA aus und wie gehen Sie vor um Upselling, Berichterstellung oder Profit Erhöhungen zu realisieren? Stellen Sie sicher, dass Sie auch klare Grenzen ziehen, also erläutern was Sie NICHT machen. Ansonsten passiert es leicht, dass Managed Services wirkt wie ein all you can eat Buffet.

 

Automatisierung kann hier helfen. Wenn Sie in der Lage sind repetitive Aufgaben mit einem einzigen Klick zu erledigen, können Sie smarter arbeiten, anstatt härter. Die beliebtesten Automationen innerhalb von Atera sind beispielsweise Patch Management, Software Installation und Updates, Auto-Healing und Network Discovery, wo Sie eine Liste aller verfügbaren Upselling Möglichkeiten je Kunde sehen können, inklusive dem finanziellen Wert.

 

Mehr als eine Ware

 

Die MSP Welt ist kompetitiv und ein wichtiger Ratschlag ist es darauf zu achten, wie Sie sich vom Mitbewerb unterscheiden. Entweder Sie finden eine Nische, springen auf Trends auf wie beispielsweise Cloud oder IoT oder bieten spezielle Services an, die über RMM hinausgehen.

 

Arbeiten Sie mit einem smarten und robusten MSP Software Hersteller, der immer auf dem neuesten Stand ist und schon haben Sie einen verbesserten USP. Es zeigt Ihren Kunden, dass Sie in die beste Technologie investieren, von der besten Community profitieren und jederzeit bereit sind Ihre Kunden bei ihrem eigenen Wachstum zu unterstützen.

 

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