Unified Endpoint Management (UEM) ist zuständig für die Verwaltung und Überwachung sämtlicher Endnutzergeräte innerhalb eines Unternehmens. Zu den Geräten zählen hierbei sämtliche Endpunkte wie Server, Laptops, PCs, Smartphones, IoT-Geräte oder Tablets. Dadurch ist UEM verantwortlich für das Management von stationären und mobilen Endgeräten, sodass es allumfassende Konzepte zur Verwaltung dieser Geräte entwerfen, umsetzen und kontrollieren muss.

 

Viele Experten sehen UEM als die natürliche Weiterentwicklung des Enterprise Mobility Managements (EMM), da es sämtliche Endpoints integriert. Die Verwaltung der Geräte wird dadurch effizienter und der Schutz von sensiblen Daten wird zentralisiert sichergestellt. UEM ermöglicht es außerdem, dass Mitarbeiter jederzeit und unabhängig von Gerät und Ort auf ihre Daten zugreifen und damit ihre Arbeit für den Tag erledigen können. Auch neuere Arbeitsmodelle wie Bring Your Own Device (BYOD) werden mit UEM erst ermöglicht. Viele Hersteller haben den Trend schon längst erkannt und bieten eigene Software für diese Use Cases an. Dazu zählen unter anderen: BlackBerry, Dell, IBM, Microsoft oder VMware.

 

Warum sollten Sie Unified Endpoint Management umsetzen?

 

In der heutigen Arbeitswelt verschwimmen Grenzen zwischen mobiler und stationärer Arbeit. Mitarbeiter arbeiten unabhängig von ihrem aktuellen Aufenthaltsort und mit verschiedensten Geräten, sodass es nötig ist, dass sie auch jederzeit auf die benötigten Daten zugreifen können. Um diese große Vielfalt an Geräten verwalten zu können, braucht es ein einheitliches Management, damit die Arbeitslast von IT-Abteilungen möglichst gering gehalten werden kann. Gleichzeitig müssen aber die Firmendaten gegen Verlust oder unerlaubte Zugriffe geschützt werden, und zwar in einer Weise, die die Daten jederzeit schützt, selbst wenn ein Gerät durch Diebstahl in fremde Hände gelangt ist.

 

Dafür benötigt es einheitliche Regeln und Prozesse im Management der Endpunktgeräte. Alle Geräte müssen jederzeit gut funktionieren und die Sicherheitsrichtlinien einhalten. UEM bietet für alle diese Anforderungen großartige Lösungen.

Was sind typische Aufgaben des UEM?

 

Zu den wesentlichsten Aufgaben von UEM Lösungen zählen unter anderen:

  • Bestandsverwaltung und Inventarisierung von Endgeräten, inklusive sämtlicher installierter Software und Anwendungen
  • Personalisierte Einrichtungen neuer stationärer oder mobiler Geräte für die Mitarbeiter, unabhängig davon, ob die Geräte dem Mitarbeiter privat oder dem Unternehmen gehören
  • Software wird automatisch verteilt
  • Firmware, Betriebssysteme, Anwendungen und Software werden regelmäßig und zentralisiert aktualisiert
  • RMM (Remote Monitoring und Management) für die Endpunkte
  • Sicherung der Geräte vor externen und internen Bedrohungen im Rahmen der IT Sicherheit
  • Schutz der sensiblen Daten auf Geräten vor unerlaubter Nutzung, selbst in Fällen von Verlust oder Diebstahl der Geräte
  • Regelmäßige Backups
  • Lizenzen von Softwares werden zentral verwaltet
  • Gerätenutzung wird überwacht und aufgezeichnet

 

EMM, MDM, MAM, MCM, MIM – Was sollen diese ganzen Abkürzungen heißen und wie haben sie miteinander zu tun?

 

Sobald Sie tiefer in das Thema UEM eintauchen, werden Sie rasch auf Abkürzungen und Begriffe stoßen wie EMM, MAM, MCM, MDM oder MIM. Um die Verwirrung etwas zu lösen, grenzen wir hier die einzelnen Begriffe etwas voneinander ab und ordnen sie im Vergleich zu UEM ein.

 

EMM – Enterprise Mobility Management

 

EMM beinhaltet das Management sämtlicher mobiler Endgeräte im Unternehmen. Wenn EMM nun um die stationären Elemente, wie IoT-Geräte oder PCs erweitert wird, erhalten Sie Unified Endpoint Management (UEM). EMM  ist damit also ein Teilbereich des Unified Endpoint Management und spezialisiert sich auf das Management von mobilen Geräten. EMM selbst unterteilt sich wiederum in Teilbereiche wie MDM, MAM, MIM und MCM.

 

MAM – Mobile Application Management

 

MAM hat dagegen die Aufgabe sich um die Software und Anwendungen auf mobilen Geräten zu kümmern, indem sie diese bereitstellt und verwaltet. Dazu zählt auch das gesamte Application Lifecycle Management. Ziel ist es, dass die Unternehmensrichtlinien in Bezug auf Applikationen und Software auf mobilen Endgeräten durchgesetzt werden.

 

MCM – Mobile Content Management

 

MCM kommt ins Spiel, sobald der Content des Unternehmens geteilt werden soll, beispielsweise über Datei Storage Services.

 

MDM – Mobile Device Management

 

Die sichere Einbindung von mobilen Geräten in einem Unternehmensnetzwerk nennt man MDM, sowie dem Schutz der sensiblen Daten auf diesen Geräten.

 

MIM – Mobile Information Management

 

MIM verwaltet die mobilen Informationen. Das bedeutet, es ist zuständig für den Schutz von Daten gegen unbefugten Zugriff, Diebstahl, Manipulation oder Verlust.

 

Vorteile des Unified Endpoint Management

 

Die wesentlichsten Vorteile eines UEM für Unternehmen sind

  • Zentrales Management sämtlicher Arten von Endgeräten mittels einer einheitlichen Lösung, zur Steigerung der Effizienz
  • Unternehmensrichtlinien in Bezug auf Anwendungen und Software können durchgesetzt werden
  • Neue Endgeräte können schnell und einfach personalisiert eingerichtet werden
  • Reduktion der Anforderungen an IT Support
  • Kein Wildwuchs der Anwendungen auf den Endgeräten, durch zentrale Kontrolle
  • IT Abteilung kann entlastet werden
  • Endgeräte werden standardisiert konfiguriert, sodass Störungen und Probleme bereits im Vorhinein verhindert, oder rasch behoben werden können
  • Sensible oder kritische Daten werden sicher gehandhabt
  • Sicherheitsrichtlinien können durchgesetzt werden
  • Viele Aufgaben können automatisiert werden
  • Hardware und Software wird zentral inventarisiert
  • Lizenz Management kann von einem einzigen Punkt aus erfolgen.

 

Fazit

 

Während kleinere Unternehmen das Unified Endpoint Management von einzelnen IT Spezialisten mit machen lassen kann, empfiehlt sich insbesondere für große Firmen rasch ein gutes UEM einzurichten. Damit kann die IT Abteilung möglichst entlastet werden, sodass diese sich um wesentliche IT Aufgaben kümmern kann.

 

Gleichzeitig erlaubt ein gutes UEM den Unternehmen, ihren Mitarbeitern große Freiheiten einzugestehen. Durch die zentralisierte Sicherung der Daten und Geräte können die Mitarbeiter mit ihren Geräten auch außerhalb des Büros sicher und effizient arbeiten. Damit steigert das Unified Endpoint Management indirekt auch die Attraktivität des Unternehmens am Arbeitsmarkt. Ein wesentlicher Vorteil, in Zeiten des Fachkräfte Mangels.

 

Wenn Sie selbst noch kein UEM umgesetzt haben, oder noch unschlüssig sind, ob und wie Sie davon profitieren können, melden Sie sich gerne bei uns! Wir von Atera sind stets bemüht unsere Kunden bestmöglich in ihrer jeweiligen Situation zu beraten und Ihnen bei den nächsten Schritten für Ihre Organisation tatkräftig zur Seite zu stehen.

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