Was ist ein Patch?

Das Wort Patch kommt aus dem Englischen und bedeutet „Flicken“ oder etwas „korrigieren“. Im IT-Bereich bedeutet, dass ein Software Patch eine Aktualisierung für Software umsetzt, Sicherheitslücken schließt oder Korrekturen vornimmt. Diese Patches werden vom Software Anbieter veröffentlicht und Sie als Managed Service Provider (MSP) oder IT Abteilung werden somit sehr häufig mit Patches tun haben.

Häufig werden diese Patches automatisch durchgeführt, ohne, dass der Nutzer explizit in Kenntnis gesetzt wird, manchmal werden sie auch als notwendige Aktualisierungen gekennzeichnet und verlangen die Zustimmung des Users.

 

Was sind Patches und warum benötigt man diese?

 

Als MSP oder IT Abteilung sind Sie häufig dafür zuständig, dass Sie das Patch Management für Ihre Kunden oder Ihr Unternehmen übernehmen. Aber was ist ein Patch denn nun genau?

Patches sind Updates der Software, mit denen Software Entwickler in der Lage sind, Sicherheitslücken in ihrer Software zu schließen, die nach deren Veröffentlichung auftreten.

Als IT Dienstleister sollten Sie die Aufforderungen, Ihre Software regelmäßig zu aktualisieren sehr ernst nehmen, denn alte Software Stände die nicht gepatcht wurden, sind zunehmend verletzlicher gegenüber Angriffen durch Trojaner oder Viren.

Häufig werden auch Fehler in der Software mit Patches behoben, insbesondere solche, die das System zum Abstürzen bringen können.

 

Patch, Update, Hotfix, Bugfix – Was ist der Unterschied?

 

Ist das nicht alles dasselbe? Nicht ganz.

Obwohl alle vier in gewisser Weise Software verbessern, gibt es doch einige gravierende Unterschiede, über die Sie Bescheid wissen sollten!

 

Patch

 

Ein Patch, oder ein Sicherheitspatch, ist eine Korrektur der Software mit dem primären Fokus auf die Schließung von Sicherheitslücken. Patches entfernen nicht mehr benötigte Dateien der Software, ersetzen sie durch neue Dateien oder aber sie ändern Teile des Quellcodes der Software.

 

Update

 

Ein Update ist eine Aktualisierung der Software. Meistens enthalten Updates neue Funktionen oder die Erweiterung bereits bestehender Features. Manchmal sind auch kleinere Fehlerbereinigungen mit im Paket dabei.

 

Hotfix

 

Ein Hotfix, häufig auch als Critical Patch Update bezeichnet, ist ein außertourlicher Fix der Software. Hotfixes werden immer dann verwendet, wenn ein schwerwiegender Fehler – beispielsweise häufige Abstürze des Programms – gefunden wird.

 

Diese Fehler sind meistens so gravierend, dass es nicht möglich oder sinnvoll ist, damit bis zum nächsten geplanten Patch zu warten. Stattdessen werden diese Fehler parallel zur Weiterentwicklung behoben und veröffentlicht, sobald sie fertig sind.

 

Bugfix

 

Ein Bugfix ist einem Hotfix sehr ähnlich. Auch hier werden auftauchende Fehler im Nachhinein behoben, allerdings sind Bugs nicht so gravierend wie Fehler die Hotfixes verlangen.

 

Bugs sind vielleicht lästig, weil etwas nicht ganz wie erwartet funktioniert, oder unnötig lange lädt, aber für gewöhnlich schränken sie die Funktion des Programms  an sich nur geringfügig ein (zum Beispiel verursachen Bugs die im Bugfix gelöst werden keine Systemabstürze, sonst würden sie mittels Hotfix behoben).

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Verteilung von Patches

 

Wenn die Hersteller einer Software einen neuen Patch fertig haben, muss dieser natürlich noch an die User der Software verteilt werden. Häufig funktioniert das direkt innerhalb des betreffenden Programms. Die Software ist stets mit dem Internet verbunden und fragt in regelmäßigen Abständen ab, ob Aktualisierungen (Patches) auf dem Server zur Verfügung stehen.

 

Wenn das der Fall ist, fragt die Software entweder den Nutzer um Erlaubnis, oder der Patch installiert sich selbst, sodass die Software gepatched und damit auf dem neuesten Stand ist.Häufig ist es auch möglich, Patches manuell zu installieren. Sie als Manage Service Provider oder IT Abteilung sollten das Patch System Ihrer Kunden oder Ihres Unternehmens auf jeden Fall selbst in die Hände nehmen. Dabei hilft Ihnen Atera’s Remote Monitoring und Management (kurz RMM) Software, die Sie auf neue Patches aufmerksam machen kann und Sie dabei unterstützt den Patch für die Software für das gesamte Unternehmen Ihrer Kunden durchzuführen.

 

Versionen von Software Patches

 

Als MSP sind Ihnen bestimmt schon häufiger die Versionsnummern der Software aufgefallen. Um neue (gepatchte) Versionen von älteren zu unterscheiden, wird jede Version eigens nummeriert. Für gewöhnlich handelt es sich um eine Zahl die in der allerersten Version mit 1.0.0 startet.

 

Wird dann der erste Patch veröffentlicht, erhöht sich die Version auf 1.0.1, oder auf 1.1.0 oder auf 2.0. Das genaue Schema ist nicht definiert. Immer mehr Programme (beispielsweise Internet Browser) wechseln auf fortlaufende Nummern. Immerhin zeigt die steigende Nummer nur, dass es sich um eine neuere Version handelt.

 

Vorteile eines Patch Day

 

Als IT Dienstleister sollten Sie auf jeden Fall einen sogenannten Patch Day einführen. Das bedeutet, dass Sie innerhalb der Firma an einem bestimmten, vordefinierten Tag die Patches für alle relevanten Software-Produkte installieren. Auch hierbei kann Ihnen Atera’s RMM Software behilflich sein. Mit einem Patch Day können Sie ganz klar kommunizieren, wann es neue Software Updates geben wird, damit auch alle Mitarbeiter informiert werden können. Das erlaubt ihnen, rechtzeitig eventuelle Speicherungen vorzunehmen, damit ihre Arbeit nicht durch einen unerwarteten Patch im schlimmsten Fall verloren geht.

 

Außerdem haben Sie als MSP die Möglichkeit sich optimal auf diese Installationen vorzubereiten und müssen nicht laufend sicherstellen, dass  für jede Software bereits die aktuellste Version in der Firma verwendet wird. Damit können Sie ganz einfach Kosten sparen und gleichzeitig die Komplexität für sich und Ihre Kunden lösen. Mehr noch, Sie können sogar einen Teil der Kostenersparnis an Ihre Kunden weitergeben, wenn Sie das möchten.

 

Fazit

 

Wenn Sie noch keine regelmäßigen Korrekturen durchführen, sollten Sie auf jeden Fall damit beginnen. Das regelmäßige Patchen der Software hat viele Vorteile, wie Schutz vor böswilliger Software, ebenso erlauben regelmäßge Patches, dass die Zeit für die Installation der Neuerungen immer relativ kurz gehalten wird. Damit kommt es nicht mehr dazu, dass Ihre Kunden unter Umständen tagelang patchen müssen, um wieder auf den neuesten Stand zu kommen.

 

Somit sollte es als MSP eine der ersten Aufgaben sein, nachdem die Software erhoben wurde, zu sehen, welche Versionen verwendet werden. Sollten Ihre Kunden alte Versionen von Software verwenden, muss es einer der ersten Schritte sein, dass Sie für alle Programme so rasch wie möglich die neueste Version installieren.

 

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