Der DNS Server antwortet nicht – So wird dieser behoben

Bestimmt kennen Sie die Situation. Sie möchten ins Internet einsteigen und plötzlich bekommen Sie eine Fehler Meldung, die Ihnen sagt: Der DNS Server antwortet nicht. Das ist für Sie als IT Spezialist schon ärgerlich, für Ihre Kunden kann das sogar noch größere Auswirkungen haben, weil sie diese vielleicht gar nicht selbst beheben können.

Hier finden Sie hilfreiche Tipps und Tricks, wie Sie als IT-Dienstleister bei einem DNS Fehler rasch bei Ihren eigenen Geräten oder denen Ihrer Kunden wieder eine funktionierende Internetverbindung herstellen können.

 

Was bedeutet die Meldung „DNS Server antwortet nicht“?

 

Der Domain Name System Server, kurz DNS-Server, ist ein Übersetzungssystem, das Ihre Eingaben in der Adresszeile des Browsers (wie Amazon) umwandelt in IP-Adressen (wie 54.239.28.85). Sobald Sie eine Adresse im Browser eingeben, wird eine Anfrage an den DNS-Server geschickt und die Seite aufgerufen.

 

Wenn allerdings der DNS-Server nicht antwortet, bedeutet das, dass der Browser keine Verbindung zum Internet herstellen kann. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Häufig ist es ein Problem auf Seiten des Benutzers, beispielsweise durch inkorrekte Konfigurationen der DNS-Einstellungen, keiner Verbindung zum Internet oder die Verwendung durch zu alte Browser.  Allerdings können genauso die Server selbst ausfallen, sodass der DNS Server nicht verfügbar ist.

 

Wie behebt man das Problem nun?

 

So wie es nicht nur eine Ursache gibt warum die DNS Adresse nicht gefunden wurde, haben Sie als IT-Dienstleister – sei es nun als IT-Abteilung oder als MSP – (Managed Service Provider), unterschiedliche Möglichkeiten das Problem zu beheben. Nicht immer braucht es komplizierte Vorgehensweisen und speziell ausgebildete Techniker um eine Lösung zu finden. Häufig reichen sogar ein einfacher Neustart des Routers oder der Wechsel des Browsers um das Problem zu beheben.

 

Wechseln Sie den Browser

 

Der DNS-Server antwortet nicht für Ihren aktuell verwendeten Browser. Daher kann es sein, dass es reicht, wenn Sie einen anderen Browser verwenden. Gängige Browser sind Google Chrome, Apple Safari oder Mozilla Firefox. Wenn das Problem damit behoben ist, sollten Sie die Konfiguration Ihres bevorzugten Browsers verwenden und sicherstellen, dass Sie die aktuellste Version verwenden. Manchmal kann es helfen das Programm zu deinstallieren und schließlich neu zu installieren.

 

Starten Sie den Router neu

 

Hilft der Wechsel des Browsers nichts und Sie erhalten immer noch die Meldung “DNS-Server not responding”, kann es helfen den Router neu zu starten. Meist haben Router einen Power-Knopf, über den Sie das Gerät ausschalten können. Alternativ müssen Sie den Netzstecker ziehen. Waren Sie etwa 30 Sekunden und schalten Sie anschließend das Gerät erneut ein.

 

Deaktivieren Sie die Firewall

 

Wenn das Problem immer noch nicht behoben ist, können Sie versuchen, die Firewall zu deaktivieren. Damit können Sie ausschließen, dass die Firewall das Problem verursacht. Dazu gehen Sie in die Systemsteuerung, klicken auf System und Sicherheit, dann auf Windows Defender Firewall und dann Einstellungen anpassen. Hier können Sie die Firewall temporär deaktivieren.

 

 

Ist der Fehler nun behoben, sollten Sie die Komfiguration der Firewall überprüfen. Sollten Sie immer noch eine Fehlermeldung erhalten, können Sie die Firewall als Fehlerquelle ausschließen und sollten sie wieder einschalten.

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Wechseln Sie den DNS-Server

 

Tritt der Fehler nach den vorhergegangenen Schritten immer noch auf, könen Sie einen anderen DNS Server wählen. Normalerweise wird der DNS-Server automatisch vom Internetprovider übernommen. Es kann aber passieren, dass die Server überlastet sind. Sie können also zu einem öffentlichen DNS-Server wechseln, die Sie auf Server-Listen finden. Google betreibt beispielsweise einen kostenlosen, zuverlässigen und schnellen Server. Wie genau der Wechsel funktioniert lesen Sie hier:

 

DNS über den Router ändern

 

1. Schritt: Auf Router zugreifen

 

Zuerst müssen Sie auf den Router zugreifen. Das geht so:

  1. Öffnen Sie die Kommando Zeile indem Sie in die Windows-Suche cmd eingeben und bestätigen.
  2. Schreiben Sie nun ipconfig und kopieren Sie die Zahl bei “Standardgateway”
  3. Diese Zahl kopieren Sie in den Browser und loggen sich mit Ihren Zugangsdaten ein

 

2. Schritt: DNS Server einrichten

 

Nun können sie den DNS Server einrichten.

  1. Wählen Sie in den Netzwerkeinstellungen die Ethernet-Einstellungen aus.
  2. Unter Dynamische IP können Sie die Adresse der DNS-Server, die Sie verwenden möchten einstellen.
  3. Geben Sie dazu unter Primärer Server 8.8.8.8 und unter Sekundärer Server 8.8.4.4 ein. Der Sekundäre Server ist ein Fallback für den ersten Server, falls dieser ausfallen sollte.

 

Windows DNS Server ändern

  1. Schritt: Netzwerkstatus öffnen

 

Sie können auch in Windows 7, 8 oder 10 den DNS Server ändern. Klicken Sie hierfür auf die Eigenschaften Ihrer Netzwerkverbindung. Sie können dazu einen Rechtsklick auf Ihr Internet-Symbol in der Taskleiste machen und “Netzwerk- und Interneteinstellungen öffnen” anklicken.

 

  1. Schritt: Netzwerkadapter anpassen

 

Wählen Sie nun den Adapter aus, mit dem Sie ins Internet einsteigen möchten. Das kann eine Ethernet- oder eine WLAN Verbindung sein. Klicken Sie Rechtsklick und dann auf Eigenschaften

 

  1. Schritt: Internetprotokoll wählen

 

Stellen Sie sicher, dass sowohl das Internetprotokoll 4 und 6 aktiv sind. Wählen Sie Internetprotokoll Version 4 aus und klicken Sie Eigenschaften

 

  1. Schritt: DNS Server ändern

 

Anstelle der Voreinstellungen können Sie hier die Adressen der bevorzugten DNS Server anpassen. Als bevorzugten DNS Server geben Sie 8.8.8.8 ein und für den alternativen DNS Server 8.8.4.4. Theoretisch könnten Sie den alternativen DNS Server auch unbearbeitet lassen, da meist nur der bevorzugte Server verwendet wird. Der Alternative Server hingegen nur, wenn der Bevorzugte Server Probleme hat. Alle anderen Einstellungen sollten Sie unbedingt unbearbeitet lassen.

Mit OK bestätigen Sie nun die Änderungen

 

 

Tipp:  Sollten Sie lieber das Protokoll Version 6 verwenden, müssen Sie dort die Adressen des Bevorzugten und des Alternativen DNS-Servers ausgetauscht werden. Die öffentlichen Adressen des Google DNS Servers sind

  • 2001:4860:4860:8888
  • 2001:4860:4860:8844

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PowerShell DNS ändern

 

Sie können den DNS Server auch mit der PowerShell ändern. Wie Ihnen die PowerShell von Nutzen sein kann um bei anderen Aufgaben zu unterstützen finden Sie hier.

 

Die Änderung des DNS Servers über die PowerShell ist zwar möglich, empfiehlt sich aber eher für erfahrene Nutzer. Hier können Sie ganz einfach mit lediglich einigen Befehlen den DNS Server ändern, ohne sich durch den Dschungel des Windows Menüs zu schlagen.

 

Dazu führen Sie folgende SChritte durch:

 

  1. Schritt: PowerShell öffnen

 

Öffnen Sie die PowerShell als Administrator. Das funktioniert über das Windows Suchfeld, wo Sie PowerShell eingeben. Mit Rechtsklick auf die “Windows PowerShell” können Sie die Anwendung “Als Administrator ausführen” lassen.

 

  1. Schritt: Ermittlung des Namen des Adapters

 

Dazu geben Sie in die PowerShell den Befehl

Get-NetAdapter |select ifDesc, ifAlias, ifIndex, Mediatype |fl

ein.

  1. Schritt: Servereinstellungen ändern

 

Handelt es sich um einen LAN-Anschluss, müssen Sie folgenden Befehl ausführen lassen Set-DnsClientServerAddress -InterfaceAlias “LAN-Verbindung 3” -ServerAddresses “8.8.8.8”,”8.8.4.4″. Handelt es sich hingegen um eine WLAN-Verbindung müssen Sie diesen Befehl eingeben Set-DnsClientServerAddress -InterfaceAlias Wi-Fi -ServerAddresses “8.8.8.8”,”8.8.4.4″

Beide Male müssen statt LAN-Verbindung 3 oder Wi-Fi der jeweilige Name des genutzten Adapters eingegeben werden

 

Deaktivieren Sie sekundäre Verbindungen

 

  1. Schritt: Netzwerkverbindungen anzeigen

 

Gehen Sie in die Windows Suchleiste und suchen Sie nach Netzwerkverbindungen anzeigen.

 

  1. Schritt: Deaktivieren Sie Verbindungen

 

Nun sehen Sie eine Übersicht aller Netzwerkverbindungen. Von diesen sollten Sie sämtliche deaktivieren, die Sie aktuell nicht verwenden. Das erreichen Sie, indem Sie die Verbindungen mit der rechten Maustaste anklicken und auf deaktivieren klicken. Dazu brauchen Sie jedoch Admin Rechte.

Am Ende sollte diese Übersicht in etwa so aussehen:

 

Deaktivieren Sie das Peer-to-Peer Feature (nur Windows 10)

 

Dieses Feature ist nur in Windows 10 erhältlich und hilft grundsätzlich dabei, dass Sie damit einmal ein Update von Windows herunterladen können. Dann können Sie über Ihr Gerät diese Version verwenden und über Computer in Ihrem Netzwerk verteilen. Allerdings kann dieses praktische Feature unter Umständen manchmal auch die DNS-Prozesse unterbrechen. Daher kann es sich lohnen das Feature zu deaktivieren, um zu prüfen, ob es den Fehler behebt.

 

  1. Schritt: Navigieren Sie in Update und Sicherheit

 

Klicken Sie dazu auf die Systemsteuerung und dann Windows Update. Anschließend navigieren Sie in “Übermittlungsoptimierung” im linken Menüfeld

 

  1. SChritt: Deaktivieren des Peer-to-Peer Feature

 

Hier finden Sie den Punkt “Downloads von anderen PCs zulassen”. Deaktivieren Sie diesen Punkt, indem Sie den Toggle auf “Aus” setzen.

 

  1. Schritt: Neustart und Test

 

Wenn Sie nun fertig sind mit den Anpassungen, sollten Sie den Computer neu starten, damit die neuen Einstellungen übernommen werden können. Dann versuchen Sie erneut auf die Webseite zuzugreifen, die Sie vorhin erreichen wollten.

 

Mit einem der vielen genannten Möglichkeiten sollte es Ihnen problemlos möglich sein, jegliche DNS-Errors zu beheben. Glänzen Sie als IT-Dienstleister bei Ihren Kunden mit einer dieser vielen Möglichkeiten, die sich rasch durchführen lassen, damit Ihre Kunden schnell wieder ihre Arbeit aufnehmen können.

 

Als MSP können Sie viele dieser Wartungen entweder direkt vor Ort bei Ihrem Kunden ausführen, oder Sie bieten Ihren Kunden eine Remote-Management Option an, wo Sie remote auf die Geräte Ihrer Kunden zugreifen dürfen, um diese Änderungen rasch und sicher durchführen zu können.

 

Dazu können Sie Ateras Remote Monitoring und Management (RMM) Software verwenden, das Sie ab sofort in einer 30-tägigen kostenlosen Gratisversion ausprobieren können. Heben Sie damit Ihr Geschäft auf eine ganz neue Ebene und überraschen Sie Ihre Kunden mit noch besserem und schnellerem Service als je zuvor!

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